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Pflegestammtisch: Gute Ideen für Hagen

Von Jobcenter Hagen 15. Mar 2019
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Mit Netzwerkarbeit kann die Gesundheitsbranche Pflegekräfte gewinnen. Eine Stadt mit guter sozialer Infrastruktur ist beliebt – bei Unternehmen und natürlich auch bei den Einwohnern. Pflegeeinrichtungen spielen dabei eine wichtige Rolle. Diese Erkenntnis bildete beim 1. Hagener Pflegestammtisch, zu dem das Jobcenter lokale Fachleute aus dem Gesundheitswesen eingeladen hatte, den roten Faden. Doch was kann man in Hagen tun, da es zu wenig Fachkräfte gibt? 50 Expert*innen waren in die Stadthalle gekommen, um über Chancen für die Pflege und in der Pflege zu diskutieren. Nach prägnanten Impulsvorträgen sammelten die Teilnehmenden an Thementischen Ideen zur Fachkräftegewinnung. Andrea Henze, Geschäftsführerin des Jobcenters, erklärte in ihrer kurzen Rede, dass das Gesundheitswesen eine wichtige Branche sei. „Das Jobcenter hat viele Schnittstellen in diesen Bereich.“ Auf vielfältige Weise bringe das Jobcenter Arbeitgeber und potentielle Bewerber*innen zusammen: Informationsveranstaltungen, Praktika, Arbeitsgelegenheiten, Weiterbildungen oder die finanzielle Förderung von Arbeitsverhältnissen seien nur einige Beispiele. „Es gibt im Moment kaum Stellen, die so zukunftssicher sind, wie die in der Pflege.“

Dass Pflegekräfte sich inzwischen ihre Arbeitgeber aussuchen und nicht mehr umgekehrt, betonte Karina Baum, die selbst eine Senioreinrichtung leitet: „Die Fachkräfte kennen ihren Marktwert. Heute muss ich auf mögliche Bewerber zugehen und sagen: ,Hey, wir sind super. Komm zu uns.“ Die Statistiken der Agentur für Arbeit bestätigen das. „20 Prozent aller Stellen in Hagen sind in der Pflege. Aber wir haben keine qualifizierten Bewerber“, sagte Maren Lewerenz, Vorsitzende der Geschäftsführung. Dabei, so machte Sozialdezernentin Margarita Kaufmann klar, gebe es in Hagen durchaus noch Bedarf, neue Pflegeangebote zu schaffen. „Im Norden der Stadt fehlen 80 Tagespflegeplätze.“

Doch wo soll das Personal dafür herkommen, wenn der Markt offenbar leergefegt ist? Ganz klar: über Aus- und Weiterbildung. Egal, ob Jugendlicher oder Lebensälterer: Das Gesundheitswesen bietet allen eine Chance. Deshalb sollten Bewerber aller Altersgruppen und beruflicher Hintergründe angesprochen werden, schlussfolgerten die Expert*innen beim Pflegestammtisch. Das Jobcenter und die Agentur für Arbeit bieten dabei Unterstützung. „Es ist möglich, jemanden, der lange Zeit ohne Erwerbstätigkeit war ist, über das Teilhabechancengesetz als Hilfskraft, zum Beispiel in der Küche, in Ihre Häuser zu holen“, warb Ronny Fischer vom Jobcenter. Das sei für die Arbeitgeber risikofrei, denn über den neuen §16i SGB II würden bis zu 100 Prozent der Lohnkosten vom Jobcenter übernommen. Wer von den Neu-Eingestellten in der Einrichtung dann Interesse an der Pflege zeige und geeignet sei, könne später eine Ausbildung zur Pflegefachkraft – gefördert durch die Arbeitsagentur – absolvieren.

„So eine Veranstaltung wie heute ist ein Geschenk, um im Kopf offen zu bleiben“, lobte Thomas Haensel, bei der SIHK zuständig für berufliche Bildung. Denn bei der Nachwuchsgewinnung im Gesundheitswesen gehe es vor allem darum, Glaubwürdigkeit auszustrahlen und damit Bewerber*innen für den Beruf zu begeistern. „Ein Praktikum nützt nur dann was, wenn man sich Zeit nimmt und Interesse weckt“, mahnte er. Um solche Ideen zu vertiefen und über gemeinsame Aktionen und Marketing nachzudenken, soll der Pflegestammtisch fortgesetzt werden.

-jnw-

181 neue Jobs für Hagen

Von Jobcenter Hagen 30. Jan 2019
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181 Vermittlungen von Langzeitarbeitslosen geplant – das Teilhabechancengesetz §16i SGB II ist am 1. Januar 2019 gestartet und in Hagen schon jetzt ein Erfolg.

Wer sechs Jahre oder länger Leistungen beim Jobcenter bezieht, kann dank eines neuen Gesetzes nun leichter eine reguläre Beschäftigung finden. Das Teilhabechancengesetz nach §16i SGB II fördert Beschäftigungsverhältnisse von Langzeitarbeitslosen. Für Hagen ist das Gesetz eine große Chance, denn 181 Stellen können aus Bundesmitteln geschaffen werden.

„Mit dem Teilhabechancengesetz erhalten viele Menschen eine berufliche Perspektive, die darauf kaum noch zu hoffen wagten“, berichtet Andrea Henze, Geschäftsführerin des Hagener Jobcenters. Um §16i SGB II möglichst schnell in der Stadt umzusetzen zu können, hatte Andrea Henze schon im Juni 2018 wichtige Akteure wie SIHK, KHWK, DGB, Wirtschaftsförderung, agentur mark, Politik, Agentur für Arbeit und Stadt an einen Tisch geholt. Die sogenannte Konsensrunde war sich schnell einig, gemeinsam für Hagen an der Akquise und Besetzung von Stellen zu arbeiten. Denn anders als bei bundesweiten Vorgängerprojekten werden nun auch Jobs in der freien Wirtschaft gefördert.

Dass in Hagen bereits im Januar zahlreiche Einstellungen realisiert werden konnten, ist der guten Zusammenarbeit der Konsenspartner, der optimalen Vorbereitung durch das Jobcenter und der guten Arbeit im gemeinsamen Arbeitgeberservice von Jobcenter und Arbeitsagentur zu verdanken. So standen schon vor dem offiziellen Start von §16i SGB II Coaches und Akquisiteure bereit, die die Kandidat*innen und Arbeitgeber auswählen und begleiten. Denn das Jobcenter Hagen setzt seit Jahren auf intensive Betreuung von Bewerbern – und hat damit großen Erfolg. „Bei uns stehen immer die Menschen im Vordergrund unserer Bemühungen. Das spiegelt sich unter anderem in der großen Zahl von Vermittlungen in Arbeit und Weiterbildung wider.“

Für 2018 ist die Bilanz des Jobcenters also positiv: 4046 Hagener, darunter 375 Alleinerziehende, die zuvor Leistungen nach dem SGB II bezogen hatten, konnten in Beschäftigung vermittelt werden. 600 Mal wurde eine berufliche Weiterbildung gefördert. Der Arbeitsmarkt hat diese Entwicklung ebenfalls begünstigt. „Der Arbeitsmarkt in Hagen hat ein gutes Jahr hinter sich. Im Landesvergleich haben wir einen überdurchschnittlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr gehabt“, so Maren Lewerenz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. Für sie stellt das Teilhabechancengesetz „einen Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik“ dar. „Jetzt gilt es, in guter Kooperation aller Mitwirkenden und mit starker Beteiligung der Arbeitgeber vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen.“

Oberbürgermeister Erik O. Schulz sieht ebenfalls große Chancen für die Stadt durch das neue Gesetz. Er lobt das Engagement der Konsensrunde und die Ergebnisse des Jobcenters: „Die Arbeit des Jobcenters ist sehr wichtig für den sozialen Frieden in unserer Stadt.”

-jnw-

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