181 neue Jobs für Hagen

181 Vermittlungen von Langzeitarbeitslosen geplant – das Teilhabechancengesetz §16i SGB II ist am 1. Januar 2019 gestartet und in Hagen schon jetzt ein Erfolg.

Wer sechs Jahre oder länger Leistungen beim Jobcenter bezieht, kann dank eines neuen Gesetzes nun leichter eine reguläre Beschäftigung finden. Das Teilhabechancengesetz nach §16i SGB II fördert Beschäftigungsverhältnisse von Langzeitarbeitslosen. Für Hagen ist das Gesetz eine große Chance, denn 181 Stellen können aus Bundesmitteln geschaffen werden.

„Mit dem Teilhabechancengesetz erhalten viele Menschen eine berufliche Perspektive, die darauf kaum noch zu hoffen wagten“, berichtet Andrea Henze, Geschäftsführerin des Hagener Jobcenters. Um §16i SGB II möglichst schnell in der Stadt umzusetzen zu können, hatte Andrea Henze schon im Juni 2018 wichtige Akteure wie SIHK, KHWK, DGB, Wirtschaftsförderung, agentur mark, Politik, Agentur für Arbeit und Stadt an einen Tisch geholt. Die sogenannte Konsensrunde war sich schnell einig, gemeinsam für Hagen an der Akquise und Besetzung von Stellen zu arbeiten. Denn anders als bei bundesweiten Vorgängerprojekten werden nun auch Jobs in der freien Wirtschaft gefördert.

Dass in Hagen bereits im Januar zahlreiche Einstellungen realisiert werden konnten, ist der guten Zusammenarbeit der Konsenspartner, der optimalen Vorbereitung durch das Jobcenter und der guten Arbeit im gemeinsamen Arbeitgeberservice von Jobcenter und Arbeitsagentur zu verdanken. So standen schon vor dem offiziellen Start von §16i SGB II Coaches und Akquisiteure bereit, die die Kandidat*innen und Arbeitgeber auswählen und begleiten. Denn das Jobcenter Hagen setzt seit Jahren auf intensive Betreuung von Bewerbern – und hat damit großen Erfolg. „Bei uns stehen immer die Menschen im Vordergrund unserer Bemühungen. Das spiegelt sich unter anderem in der großen Zahl von Vermittlungen in Arbeit und Weiterbildung wider.“

Für 2018 ist die Bilanz des Jobcenters also positiv: 4046 Hagener, darunter 375 Alleinerziehende, die zuvor Leistungen nach dem SGB II bezogen hatten, konnten in Beschäftigung vermittelt werden. 600 Mal wurde eine berufliche Weiterbildung gefördert. Der Arbeitsmarkt hat diese Entwicklung ebenfalls begünstigt. „Der Arbeitsmarkt in Hagen hat ein gutes Jahr hinter sich. Im Landesvergleich haben wir einen überdurchschnittlichen Rückgang der Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vorjahr gehabt“, so Maren Lewerenz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Hagen. Für sie stellt das Teilhabechancengesetz „einen Meilenstein in der Arbeitsmarktpolitik“ dar. „Jetzt gilt es, in guter Kooperation aller Mitwirkenden und mit starker Beteiligung der Arbeitgeber vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten zu erschließen.“

Oberbürgermeister Erik O. Schulz sieht ebenfalls große Chancen für die Stadt durch das neue Gesetz. Er lobt das Engagement der Konsensrunde und die Ergebnisse des Jobcenters: „Die Arbeit des Jobcenters ist sehr wichtig für den sozialen Frieden in unserer Stadt.“

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